Das Periodensystem der Elemente oder kurz PSE – jeder hat es schon gesehen, und jeder kennt es. Viele Schüler arbeiten täglich damit und entnehmen ihm Informationen wie die Masse, die Anzahl der Atomschalen oder den Elektronegativitätswert. Doch wie und wer hat dieses System entwickelt?
Die Entstehung
Dieses ausgeklügelte System wurde in seiner jetzigen Form sowohl von “Dmitri Mendelejew” als auch von “Lothar Meyer” fast zeitgleich im Jahr 1869 vorgestellt. Seitdem hat es seine Gültigkeit behalten und sogar an Bedeutung gewonnen, da es früher weniger zur Systematisierung der Elemente diente als dazu neue Elemente zielgenau “vorherzusagen”. Die Entwicklung des Periodensystems begann allerdings bereits im Jahr 1817 als “Johann Wolfgang Döbereiner” mit seinen sogenannten “Triaden”. In diesen verglich er aber lediglich die Eigenschaften der chemischen Elemente. Im Jahr 1829 wurde von Döbereiner eine Schrift veröffentlicht, in der er versuchte die chemischen Elemente analogisch zu ordnen. Mit dieser Schrift hatte er das erste Mal ein System geschaffen, das die chemischen Elemente in einer Ordnung zusammenfasste. Es gelang ihm mit Hilfe dieses Systems 30 der damals 53 bekannten Elemente systematisch zu ordnen. Ernst Lenßen legte in den darauf folgenden Jahren noch das Atomgewicht zu Grunde des Triadensystems, wodurch alle damals bekannten Elemente in das System eingeordnet werden konnten.
Das Gesetz der Oktaven
John Alexander Reina Newlands entwickelte im Jahr 1864 das “Gesetz der Oktaven”. Dieses besagt, dass sich bei einer Anordnung mit ansteigender Atommasse die Eigenschaften der Elemente an jeder achten Position wiederholen (Oktave aus dem lateinischen: die Achte). In diesem System wurden die Edelgase nicht berücksichtigt, da sie zu dieser Zeit noch nicht bekannt und erforscht waren. Nur fünf Jahre später im Jahr 1869 parallel zu der Entwicklung des heutigen Periodensystems wurden von “Heinrich Adolph Baumhauer” und “Julius Quaglio” Versuche unternommen das Periodensystem der Elemente in eine Spiralform zu pressen. Diese schlugen jedoch fehl bzw. setzten sich nicht durch.
Die Weiterentwicklung
Im Jahr 1869 wurde schließlich auch das Periodensystem der Elemente in der Form entwickelt, in der man es Heute kennt. Es wurde in etwa zeitgleich und unabhängig voneinander von den beiden Chemikern “Dmitri Mendelejew” und “Lothar Meyer” entwickelt. Man ordnete alle bekannten Elemente nach ihrer Atommasse und vereinte ähnliche Elemente in den so genannten Gruppen (Haupt- bzw. Nebengruppen). Zwar fehlten noch viele Elemente, die man erst später entdeckte und einfügte jedoch geht das System von Form und Wesen her bis heute auf. Die Theorie ging bereits zu dieser Zeit so weit, dass bestimmte Plätze frei gelassen wurden, da man an diesen noch Elemente erwartete, die zu dieser Zeit nur noch nicht entdeckt worden waren. Ein Beispiel hierfür sind die heutigen Elemente Gallium, Scandium und Germanium, die bereits 1871 von Mendelejew mit den Namen Ekaaluminium, Ekabor und Ekasilicium vorhergesagt wurden. Eka steht hierbei für eins, der zweite Teil des Namens besteht aus dem jeweils leichteren Element mit ähnlichen Eigenschaften.
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