Die verschiedenen Fachbereiche der Chemie

Die Chemie ist eine Naturwissenschaft, die für Viele so schön, wie für andere undurchschaubar ist. Um in dieses Dunkel etwas Licht zu bringen, beschäftigt sich dieser Artikel mit den verschiedenen Fachrichtungen der Chemie.

Die Anorganik

Die anorganische Chemie ist ein Teilbereich der Chemie, der sich mit sämtlichen Verbindungen und Elementen beschäftigt, die man dem Periodensystem entnehmen kann. Ausgeschlossen von der anorganischen Chemie sind alle Verbindungen, die auf einer Kohlenstoffkette basieren, da diese der organischen Chemie zugeordnet werden. Die Anorganik beschäftigt sich beispielsweise mit Salzen und Metallen. In diesem Fachbereich wird hauptsächlich mit einer Summenformel gearbeitet, seltener mit der Strukturformel, da diese für die Darstellung von Molekülen dieser Größe bzw. für die Darstellung von Salzen und Metallen unnötig ist.

Die Organik

Die organische Chemie ist ein Teilbereich der Chemie, der sich mit sämtlichen Verbindungen beschäftigt, die sich rund um die Kohlenstoffketten bilden können. Dieser Bereich enthält eine Unendlichkeit an Verbindungen, da die Kohlenstoffketten theoretisch unendlich lang werden können. Die Organik beschäftigt sich beispielsweise mit Alkoholen. In diesem Fachbereich wird hauptsächlich mit der Strukturformel gearbeitet, da die Zusammenhänge in der Organik häufig aus einer einfachen Summenformel nicht hervorgehen. Besonders wichtig für die Organische Chemie sind die sogenannten funktionellen Gruppen, die einen Hauptteil der Reaktion ausmachen und die Eigenschaften des jeweiligen Stoffes maßgeblich beeinflussen.

Die analytische Chemie

Die analytische Chemie dient dazu, um unbekannte Stoffe nach Qualität und Quantität zu analysieren. Qualitative Analyse bedeutet dabei, dass herausgefunden wird, welche Substanzen enthalten sind. Quantitative Analyse bedeutet, dass herausgefunden wird wie viel von diesem Stoff enthalten ist. Heutzutage arbeitet die analytische Chemie hauptsächlich mit instrumenteller Analytik, während früher hauptsächlich auf Nachweisreaktionen und Trennungsvorgänge zurückgegriffen wurde. Man unterteilt die analytische Chemie dabei noch einmal in die anorganische analytische Chemie, sowie die organische analytische Chemie.

Die technische Chemie

Die technische Chemie, überträgt die kleinen Modellreaktionen in die Industrie und formt daraus großtechnisch nutzbare Reaktionen. Diese Änderung, des Maßstabes der Produktion ist nicht ohne weiteres möglich, da im Labor häufig nur wenige Milligramm bzw. Gramm hergestellt werden, während in der Industrie bestenfalls mehrere Tonnen desselben Reaktionsproduktes in kürzester Zeit entstehen sollen. Natürlich beschäftigt sich die technische Chemie nur dann mit der entsprechenden Reaktion, wenn diese auch großtechnisch gesehen einen Nutzen bringt.

Die Biochemie

Die Biochemie beschäftigt sich mit dem Stoffwechsel in Lebewesen. Sie ist ein Grenzbereich zwischen den Naturwissenschaften Biologie sowie Chemie und ist für die Medizin von besonders hoher Relevanz. Man nennt die Biochemie auch “die Chemie des Lebens”. Die Biochemie entwickelte sich im Vergleich zur organischen und anorganischen Chemie erst sehr spät – zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Biochemie auch noch Physiologische Chemie genannt wurde. Eine der Kernfragen in der Biochemie ist die, wie die Stoffe im Körper umgesetzt werden bzw. “verstoffwechselt” werden. Außerdem beschäftigt man sich mit der Kernfrage des Informationsaustausches innerhalb eines Organismus.

Bild stammt von: paolo toscani – Fotolia

Ähnliche Beiträge:

Tags: , , ,