Chemie in Nahrungsmitteln

Zu den Nahrungsmitteln eines Menschen gehören sowohl pflanzliche, als auch tierische Produkte. Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke, Fette, Eiweiße (Aminosäuren und Proteine), Vitamine und Mineralstoffe, Ballaststoffe und Wasser sind die wichtigsten Stoffe, aus denen sich eine ausgewogene Ernährung zusammensetzt.

Kohlenhydrate liefern Energie für das Gehirn und die Muskulatur, Fette speichern diese Energie in den Zellen. Außerdem benötigt der Mensch Fette für den Aufbau von Hormonen; Fettpolster schützen den Körper vor Wärmeverlust. Aminosäuren sind wichtige Bausteine für Zellen und Enzyme. Enzyme steuern den Stoffwechsel in den Zellen. Insgesamt benötigt der Mensch 20 dieser Aminosäuren, davon kann der Körper zwölf selbst herstellen. Die restlichen acht können nur über die Nahrung aufgenommen werden, ebenso wie Vitamine und Mineralstoffe. Daher ist es wichtig, mangelhafte Ernährung zu vermeiden.

Folgen einer unausgewogenen Ernährung

Nicht nur mangelhafte Ernährung kann zu gesundheitlichen Folgen führen, sondern auch die Überernährung. Die Menschen in den westlichen Industrienationen haben weniger das Problem mit Mangelerscheinungen, sondern vielmehr mit den Folgen der übermäßigen Zufuhr der Nährstoffe. Was heißt das genau? Wer zu viel Fett und Kohlenhydrate zu sich nimmt, wird mit Übergewicht zu kämpfen haben. Die Energie, die der Körper nicht sofort benötigt, wird in Fettdepots im Gewebe abgespeichert. Folgen der zu starken Leibesfülle können Herz- und Kreislauferkrankungen sein, aber auch Diabetes und Rückenprobleme. Einseitige kohlenhydratreiche Ernährung kann – vor allem in Verbindung mit übermäßigem Alkoholgenuss – zu einer Fettleber führen. Zu viel Fett lässt außerdem den Cholesterinspiegel im Blut ansteigen. Zu viel Cholesterin im Blut verstopft die Arterien, der Herzmuskel und das Gehirn werden nicht mehr ausreichend versorgt, das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls steigt. Fehlende Ballaststoffe (befinden sich in Gemüse, Obst, Haferflocken, Vollkornprodukten etc.) führen dazu, dass der Darm kein Wasser binden kann und eventuell vorhandene Giftstoffe länger im Körper verbleiben. Damit erhöht sich das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Übermäßige Aufnahme von Eiweißen kann zu Gicht oder Rheuma führen, Kochsalz zu Bluthochdruck. Und wie schädlich ein Zuviel an Zucker zum Beispiel für die Zähne ist, daran gibt es heutzutage keine Zweifel mehr.

Wie können Sie eine gesunde Ernährung sicherstellen?

Achten Sie auf ein ausgewogenes Maß aller Nährstoffe, die Ihr Körper braucht, um fit und gesund zu bleiben. Cholesterin finden Sie in tierischen Fetten und Ölen, daher sollten Sie ausschließlich pflanzliche Fette zu sich nehmen. Und auch hier gibt es Unterschiede. Je höher der Anteil an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen, desto besser. Lein- und Distelöl sind beispielsweise gesünder als Olivenöl. Essen Sie ausreichend Ballaststoffe, um Ihren Darm zu entlasten und die Verdauung zu fördern, und nehmen Sie Kochsalz, Zucker und Fett nur in Maßen zu sich. Weniger ist mehr! Achten Sie auf Lebensmittel mit wenig bis gar keinen Zusatzstoffen. Benzoesäuren, Schwefeldioxide, Natriumnitrit und Nitrate können Allergien, Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen oder bilden sogar krebserzeugende Stoffe. Sie erkennen diese Zusatzstoffe an den sogenannten E-Nummern, die auf jedem Lebensmittel angegeben werden müssen. Um die Aufnahme chemischer Gifte wie Antibiotika, Hormone oder Schwermetallsalzen und Insektenvernichtungsmitteln zu vermeiden, greifen Sie auf Nahrungsmittel aus Reformhäusern und Bioläden zurück. Sie sind aus kontrolliertem biologischem Anbau und schadstofffrei.

Bildquelle: Matty Symons – Fotolia

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